F*GG LAB: Geschlecht historisieren. Frauen*- und Geschlechtergeschichte vernetzen
Wir laden Sie herzlich zum F*GG LAB am Donnerstag den 22.10.2026 um 18.30 Uhr ein. Wir freuen uns über das Kommen aller, die Interesse an einer Historisierung von Geschlecht haben und mit uns diskutieren wollen: Studierende, Kolleg*innen aller universitären Karrierestufen, Projektmitarbeiter*innen und freie Forscher*innen.
Veronika Hösch, Künstler:in und Georgia Holz, Kuratorin/Kunsthistorikerin; beide gehören zum Archiv-Team der VBKÖ
1910 wurde die VBKÖ im Umfeld der ersten Frauenbewegung gegründet und 2004 richteten Künstlerinnen ein Archiv ein, um die Geschichte der Organisation zu dokumentieren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte die Gründung der Vereinigung einen wichtigen Meilenstein für die Interessenvertretung von Künstlerinnen dar, 1938 entschied der Verein jedoch, mit dem nationalsozialistischen Regime zusammenzuarbeiten. Erst in den 1990er Jahren, nach einem Vorstandswechsel, begann die Aufarbeitung von Kollaboration und Kontinuitäten nationalsozialistischer Einstellungen in der Nachkriegszeit.
Eine zentrale Rolle spielt hierbei die künstlerische Forschung in und mit dem Archiv. Viele Künstler*innen verstehen das Archiv als Raum für experimentelle, performative und spekulative Methoden und entwickeln Strategien, um Abwesenheiten, Anonymität und Leerstellen produktiv zu machen. Solche künstlerisch-forschenden Arbeiten können alternative und bislang ungeschriebene Geschichten in Archive und Sammlungen einschreiben. Gerade hier können die Künstler*innen neue Impulse für die Kunst- und Geschichtswissenschaften setzen. Die Diskussion gibt einen Einblick in die ambivalente Geschichte der Vereinigung und diskutiert die aktuelle künstlerische Arbeit in und mit dem Archiv.
Barrierearmer Zugang: Für Rollstuhfahrer*innen ist der Zugang über die Fachbereichsbibliothek der Zeitgeschichte bei Eingang 1.12. zu benutzen. Zunächst befindet sich ein Aufzug im Gebäude, mit dem in den ersten Stock gefahren werden kann. Anschließend muss ein langer Korridor überquert werden, damit der Raum erreicht wird.
Anschließend: Café Merkur, Florianigasse 18, 1080 Wien – ca. 5 Min Fußweg entfernt.
